Welt-Tollwut-Tag

      Der Welt-Tollwut-Tag (engl. World Rabies Day) findet seit 2007 jährlich am 28. September statt und soll vor allem Aufklärungsarbeit leisten.

      In Österreich wurde die Tollwut bereits erfolgreich bekämpft: Seit 2008 ist Österreich offiziell tollwutfrei. In anderen Ländern, vor allem in Afrika, Asien und in Teilen Südamerikas, ist die Erkrankung allerdings immer noch weit verbreitet. Rund 60.000 Menschen sterben weltweit jedes Jahr an Tollwut.1

      Geschichte

      Erstmals begangen wurde der Welt-Tollwut-Tag im September 2007. Seitdem hat er sich als internationaler Aktionstag etabliert, der mit Aufklärungskampagnen und Veranstaltungen aufwartet.2 Die Initiative für den Aktionstag geht auf die gemeinnützige Vereinigung Global Alliance for Rabies Control zurück, welche damit auf die zoonotische (zwischen Wirbeltier und Mensch übertragbare) Krankheit aufmerksam macht und den Tag zusätzlich dafür nutzt, Spenden für die Tollwutbekämpfung zu sammeln.

      Der 28. September ist nicht zufällig gewählt: Es ist der Todestag von Louis Pasteur, der zusammen mit anderen Kollegen den ersten Tollwut-Impfstoff entwickelte.3

      Ziel des Welt-Tollwut-Tages ist es, die Krankheit zu bekämpfen und die Anzahl der Humaninfektionen weiter zu reduzieren.

      Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE), die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und die Globale Allianz für Tollwutkontrolle (GARC) setzten sich gemeinsam zum Ziel, dass es ab dem Jahr 2030 keine menschlichen Todesfälle von durch Hunde übertragener Tollwut mehr geben soll.4

      Brauchtum

      Weltweit finden diverse Aufklärungskampagnen und Veranstaltungen statt, um Wissen und mögliche Vorbeugungsmaßnahmen unter den Menschen zu verbreiten.

      Die Krankheit Tollwut

      Tollwut wird durch den Speichel eines infinzierten Tieres übertragen. Meist passiert dies durch einen Biss. In weiterer Folge löst das verantwortliche Virus schwere Entzündungen in Rückenmark und Gehirn sowie neurologische Symptome aus.1

      Beim Menschen beginnt die Krankheit zumeist mit uncharakteristischen Symptomen wie Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen und Schwäche. Diese werden nach spätestens 10 Tagen von der nächsten Phase abgelöst, in der entweder Muskelschwäche, Missempfindungen, Schmerzen und Lähmungen (ca. 20 % aller Betroffenen) oder Verwirrtheit, Rastlosigkeit und aggressives Verhalten abwechselnd mit Phasen mit klarem Bewusstsein (ca. 80 % aller Betroffenen) auftreten. Schließlich fallen Erkrankte ins Koma. Es kommt zu einem Multiorganversagen bzw. zu einer Atemlähmung.1

      Es gibt keine Behandlung gegen Tollwut. Wenn die Krankheit ausbricht, führt sie unweigerlich zum Tod. Bei Verdacht einer Ansteckung mit dem Virus können jedoch zeitnahe Maßnahmen ergriffen werden, um den Ausbruch der Krankheit zu verhindern. Dazu zählen u.a. das sofortige Auswaschen der Verletzung mit einer Seifenlösung für mindestens 15 Minuten, die Desinfektion der Wunde und das Aufsuchen des nächstliegenden Krankenhauses.1

      Im Falle von Reisen in Risikogebiete wird außerdem die vorbeugende Schutzimpfung gegen Tollwut empfohlen.

      Ähnliche Feiertage

      Quellen

      1. Tollwut (gesundheit.gv.at)
      2. Tierärzte warnen vor illegal eingeführten Haustieren (ots.at)
      3. Vorsicht vor dem illegalen Welpenhandel (findefix.com)
      4. Welt-Tollwut-Tag (tropeninstitut.de)
      Welt-Tollwut-Tag als ICS downloaden